Eine Ehe ist ein auf die Dauer des Lebens geschlossener Bund zwischen Mann und Frau. Im Mittelpunkt einer Ehe stehen nach katholischem Verständnis zwei Dinge:
1) Das Gattenwohl: In einer Ehe schenken sich die Gatten gegenseitig in Liebe. Mit den Worten des ersten Buches der Bibel, dem Buch Genesis, könnte man auch sagen:
„Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch."
(Gen 2,24)
2) Die Nachkommenschaft: Eine christliche Ehe ist grundsätzlich offen für Kinder und deren Erziehung.
Heute wird gerne vergessen, dass nach katholischem Verständnis die Ehe ein Sakrament ist, sofern gültig gespendet, nicht mehr umkehrbar ist. Man spricht hier von der Unauflöslichkeit der Ehe.
Heiraten - das bedeutet, dass Mann und Frau für ein Leben lang beieinander bleiben wollen. Sie lieben sich, haben gelernt, sich zu vertrauen und entscheiden sich für ein gemeinsames Leben. Sie sind auf ihrem Weg so weit, dass sie sagen können:"Ja, wir trauen uns..." Bei der Hochzeit bekennt sich das Paar öffentlich zueinander. Alle sollen es wissen und die Menschen, die dem Paar etwas bedeuten, sollen die Entscheidung mitfeiern.
Zwischen der standesamtlichen Heirat und der kirchlichen Trauung lagen vor zwanzig, dreißig Jahren in der Regel nur wenige Stunden. Das hat sich heute entscheidend geändert. Zivileheschließung und kirchliche Trauung gehören nicht mehr automatisch zusammen. Das Bewusstsein ist gewachsen, dass die kirchliche Hochzeit eine andere Bedeutung hat als die standesamtliche.
Menschen, die an Gott glauben, wissen um die Chancen und Bereicherungen, die ein Leben im Vertrauen auf Gott schenkt. Sie erfahren ihr Leben als sinnvoll. Sie wissen sich auch dort von Gott angenommen,wenn Sie leidvoll an Grenzen stoßen. Dieses Wissen und diese Erfahrung machen Mut, Ja zu einer Partnerin / Ja zu einem Partner zu sagen. Diese Paare wenden die christliche Glaubenshaltung, dass das Leben im Vertrauen auf die bedingungslose Zusage Gottes an die Menschen gelingt, ganz konkret auf einen wichtigen Lebensbereich an: das Leben als Paar.
Wenn ein Paar sich daher öffentlich so in der Kirche zueinander bekennt, dann redet die katholische Kirche von einem heilmachenden Zeichen, von einem Sakrament: dem Sakrament der Ehe. In diesem Ehesakrament wird für die Kirche sichtbar, wie Gott sich zu uns Menschen verhält: Er will uns, umwirbt uns, liebt uns - so wie die Partner sich umwerben und lieben.
In der kirchlichen Trauung bittet die ganze Festgemeinde mit ihren Liedern und Gebeten Gott darum, das Paar mit seiner Liebe zu segnen und ihm im Alltag beizustehen. Gott macht damit den Bund der Eheleute zu einem Treuebund, in dem er selbst gegenwärtig sein will in besonderer und zeichenhafter Weise, um durch das Ehepaar seine Liebe und seinen Schöpfungswillen zu vergegenwärtigen.
Für (katholische) gläubige Christen ist es deshalb sehr naheliegend, ihre Beziehung als religiöses Zeichen zu schließen: als Sakrament der Ehe.
Die Entscheidung zu einer kirchlichen Trauung erfordert einen freien und reifen Entschluss. Dieser muss von den Eheleuten selbst getroffen werden. Es ist eine Entscheidung, an der besonders die Kirche in sehr konsequenter Weise festhält. Es kann auch ein Ausdruck von Ehrlichkeit sich selbst gegenüber sein, sich zunächst nicht kirchlich trauen zu lassen und die Entscheidung darüber noch weiter reifen zu lassen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger beraten Sie in diesen Fragen gerne.
Sie wollen heiraten? Das freut uns sehr...
Wir werden tun, was wir können, um Ihnen dabei zu helfen. Wenn Sie nicht beide katholisch und ledig sind, sollten Sie bei den speziellen Fragen (siehe unten) vorbeischauen.
Für die kirchliche Hochzeit ist folgendes zu tun:
Taufscheine besorgen
Der Taufschein wird nur von dem Pfarramt ausgestellt, bei dem Sie getauft wurden. Wenn Sie im Krankenhaus getauft worden sind, müssen Sie rauskriegen, in welcher Pfarrei das Krankenhaus lag. Alle, die in Karlsruhe getauft wurden, wenden sich an das zentrale Kirchenbuchamt (Tel. 9 12 71 23). Die Taufscheine dürfen nicht früher wie sechs Monate vor der Trauung ausgestellt sein.
Wenn Sie nicht römisch-katholisch sind, brauchen wir zusätzlich vom Standesamt die Aufenthaltsbescheinigung.
Hochzeit anmelden
Kommen Sie zu den Bürozeiten im Pfarrbüro vorbei. Wir möchten auch gern folgendes von Ihnen wissen: Namen, Geburtstag und -ort, Staatsangehörigkeit, Konfession, Beruf, Adresse, Name und Konfession der Eltern. 5 Monate Vorlauf sind für die Terminabsprache nicht zuviel!
Termine abmachen
Bei diesem Besuch im Pfarrbüro wird auch der Hochzeitstermin festgelegt (in Hochzeiten sind wir oft schon frühzeitig belegt).
Vielleicht haben Sie Glück und Pfarrer oder Diakon sind gerade da; dann können Sie mit denen gleich einen Gesprächstermin vereinbaren.
Überlegen
Machen Sie sich ruhig jetzt schon Gedanken, wie Ihre Hochzeit gestaltet sein soll. Wir freuen uns, wenn Sie schon ein paar Ideen haben.
Gespräch mit Pfarrer oder Diakon
In diesem Gespräch geht es um verschiedene Dinge.
Zum einen muss geklärt werden, ob überhaupt alle Voraussetzungen für eine Eheschließung erfüllt sind.
Dann geht es um Information: Was versteht die katholische Kirche unter einer Ehe? Welches sind die Kernpunkte? Wenn Sie kirchlich heiraten, stellen Sie sich ja bewusst in die Kirche hinein.
Schließlich wird ein erster Gottesdienstablauf aufgestellt. Um den zu vervollständigen, ist vielleicht ein weiteres Gespräch nötig.
Sich vorfreuen
Wenn Sie bis hierher gekommen sind, bleibt immer noch genügend zu tun, zu organisieren und zu rödeln. Lassen Sie dabei die Freude nicht zu kurz kommen! Wäre schade, wenn Sie völlig gestresst in den Hochzeitstag hineinstolpern.
Gute Freunde vollbringen in dieser Phase wahre Wunder.
Letzte Absprache
Wenige Tage vor der Hochzeit ist es gut, nochmal mit Pfarrer oder Diakon zu reden, um letzte Unklarheiten zu beseitigen...
Aus naheliegenden Gründen sind die Formalitäten am einfachsten zu erledigen, wenn beide Partner katholisch sind. Da die Liebe aber hinfällt, wo sie will, kommt dieser Fall eher selten vor.
Erste diesbezügliche Fragen kann Ihnen die Sekretärin beantworten; auch beim Gespräch mit dem Priester wird es darum gehen. Aber hier schon mal einige Hinweise:
katholisch + evangelisch = ökumenisch
In jedem Fall müssen Sie die Hochzeit im Pfarrbüro anmelden und das Gespräch mit dem Priester führen. Für die Durchführung der Hochzeit gibt es dann drei Möglichkeiten:
1. katholische Hochzeit: Die Feier läuft nach katholischem Ritus in einer katholischen Kirche ab. Evtl. kann ein evangelischer Pfarrer dabei sein und einige Gebete sprechen, muss aber nicht.
2. evangelische Hochzeit: genau umgekehrt: Die Feier läuft nach evangelischem Ritus in einer evangelischen Kirche. Evtl. kann ein katholischer Pfarrer dabei sein und einige Gebete sprechen, muss aber nicht.
Dafür braucht es für den katholischen Teil die sog. Dispens von der Formpflicht. Ist kein Problem, diese Dispens zu bekommen, aber sie ist auch notwendig, damit die Ehe gültig ist.
3. "Richtig ökumenische Hochzeit": die Feier läuft nach einem eigenen Ritus, der aus katholischen und evangelischen Elementen zusammengesetzt ist. Der katholische und der evangelische Pfarrer wirken in etwa gleichberechtigt bei der Feier mit.
Diese Form ist jedoch nur möglich, wenn der katholische Teil zur Erzdiözese Freiburg gehört und der evangelische zur Badischen Landeskirche und wenn die Hochzeit auf dem Gebiet der beiden Kirchen stattfindet.
Es wird empfohlen, diese dritte Form nur dann zu wählen, wenn beide eine Heimat in ihrer jeweiligen Konfession gefunden haben. Wenn die kirchliche Bindung eher gering ist, halte ich es für ratsamer, sich schon bei der Hochzeit für eine Konfession zu entscheiden. Spätestens bei der Taufe der Kinder wird diese Entscheidung sowieso fällig.
Hochzeit zwischen Ausländern bzw. Auslandsdeutschen
Hier ist es oft schwierig, einen Taufschein zu besorgen. Bitte bringen Sie rechtzeitig in Erfahrung, ob ein Taufschein existiert bzw. besorgt werden kann.
Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie wenigstens jemand haben, der die Taufe bezeugen kann.
Schon mal verheiratet gewesen
In diesem Fall ist eine weitere Heirat kirchlicherseits meist nicht möglich. Aber wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Hier ist in jedem Fall ein Gespräch mit dem Priester nötig, um die Situation und die Rechtslage zu klären.
Zu diesen Gesprächen ist unbedingt eine Terminvereinbarung erforderlich unter der Telefonnummer 0761/38 92 76 11; unter dieser Nummer sind auch Rückfragen möglich. Sämtliche Termine finden Sie unter: ebfr.de/erzdioezese-freiburg/ueber-das-erzbistum/erzbischoefliches-offizialat/regionale-beratungsgespraeche/
Wenn ein Partner nicht Christ ist oder gar nicht an Gott glaubt
... können Sie trotzdem kirchlich heiraten. Für diesen Fall gibt es spezielle Texte, die auf die jeweilige "Glaubenslage" Rücksicht nehmen. Niemand muss also etwas gegen seine Überzeugung sagen (aber: die Auffassung von der Ehe muss so sein, wie die Kirche sie sieht!)
Die Hochzeit ist Ihr Fest. Wenn die Gäste nachher sagen: "Das hat zu den beiden gepasst", dann war es richtig. Dann haben Sie sich auch am wohlsten gefühlt.
Es lohnt sich sehr, Zeit und Energie in eine gute Vorbereitung des Gottesdienstes zu investieren. Dann bekommen Sie die Feier viel bewusster mit inmitten all der Aufregung.
Der Ablauf des Gottesdienstes ist weitgehend festgelegt, aber bei den einzelnen Elementen gibt es viel Spielraum.
Auf dieser Seite finden Sie Vorschläge zu:
- musikalische Gestaltung
- Bibelstellen zur Auswahl
- Fürbitten
- Trausprüche
Wenn der Gottesdienst eine "Linie" hat, ist das von Vorteil. Vielleicht haben Sie ein Symbol, das Ihnen in Ihrer Beziehung viel bedeutet. Auch ein durchgehendes Thema ist möglich.
Zur musikalischen Gestaltung
Bibelstellen zur Auswahl
Aus den Evangelien: Matthäus 5,1-12a: Bergpredigt, Seligpreisungen Matthäus 5, 13-16: Ihr seid das Licht der Welt Matthäus 7, 21.24-29: Das Haus auf Felsen bauen Matthäus 19, 3-6: Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Matthäus 20,25-28: Der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen. Matthäus 22,35-40: Das Liebesgebot Markus 10, 6-9: Die zwei werden ein Fleisch sein Lk 12,22b-31: Ängstigt euch nicht! Johannes 2, 1-11: Die Hochzeit zu Kana Johannes 14, 12-17: Wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt. Johannes 15, 9-12: Bleibt in meiner Liebe Johannes 15, 12-16: Dies trage ich euch auf: Liebt einander! Johannes 17, 20-26: Ich will, daß alle eins sind
Aus dem Alten Testament: Genesis 1, 26-28: Gott schuf den Menschen als Mann und Frau Genesis 2,18-24: Und die zwei werden ein Fleisch Genesis 24, 48-51,58-67: Isaak und Rebekka Rut 1,14-17: Dein Volk ist mein Volk, und mein Gott ist mein Gott Tobit 7,6-14: Der barmherzige Gott schenke euch viel Glück. Tobit 8, 4b-8: Hab Erbarmen mit mir, und laß mich gemeinsam mit Sara ein hohes Alter erreichen! Sprichwörter 3,3-6: Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen Hoheslied 2, 8-10,14,16a; 8, 6.7a Sprichwörter 31,10-31: Eine gottesfürchtige Frau verdient Lob Jeremia 31, 31-32a, 33-34a: Der neue Bund Hos 2,21-22: Ich traue mich dir an auf ewig
Aus dem Neuen Testament: Römerbrief 8, 31b-35.37-39: Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Römerbrief 12, 1-2.9-18: Bringt euch selbst als lebendiges Opfer dar, das Gott gefällt. Römerbrief 13, 8-10: Die Liebe schuldet ihr einander immer! Römerbrief 15, 1b-3a.5-7.13: Nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat 1 Korinther 6, 13c-15a.17-20: Eurer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes 1. Korintherbrief 12,31 - 13,8a:Hätte ich die Liebe nicht, nützte es mir nichts Epheserbrief 3, 14-21:Die Liebe Christi verstehen Epheserbrief 4, 1-6:Bewahrt die Einheit des Geistes Epheserbrief 4, 23-24.32 - 5,2: Liebt einander, weil auch Christus uns geliebt hat Epheser 5, 1-2a.21-33: Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche Philipperbrief 4, 4-9: Der Gott des Friedens wird mit euch sein Kolosserbrief 3, 12-17: Vor allem liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht Hebräerbrief 13, 1-4a.5-6b: Die Ehe soll in Ehren gehalten werden 1. Petrusbrief 3, 1-9: Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und brüderlicher (geschwisterlicher) Liebe 1. Johannesbrief 3, 18-24: Wir wollen in Tat und Wahrheit lieben 1. Johannesbrief 4, 7-12: Gott ist die Liebe Offenbarung 9, 1.5-9a: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist
Selbstverständlich können Sie auch eine Stelle auswählen, die nicht hier aufgeführt ist.
Fürbitten
In den Fürbitten betet die versammelte Gemeinde für das Brautpaar, dessen Familien, die lebenden und verstorbenen Verwandten und Paten, aber auch in den Anliegen der Kirche und der Welt, besonders für alle Eheleute und Familien.
Die einzelnen Bitten können von verschiedenen Personen gesprochen werden. Sie können diese aus den nachfolgenden Beispielen auswählen oder sie selber formulieren. Einleitung und Abschluss der Fürbitten sind immer Aufgabe des Priesters.
Fürbitten 1
Zelebrant: Jesus Christus ist der Bruder und Freund der Menschen,- er weiß um einen jeden von uns und kennt die Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:
Begleite N. und N. auf ihrem gemeinsamen Weg mit deiner Gnade und bewahre sie im Glauben und in der Treue. Christus, höre uns.
Alle: Christus, erhöre uns.
Lass die beiden miteinander Freude und Glück erfahren, (das Leben an ihre Kinder weitergeben) und anderen Menschen Hoffnung und Hilfe schenken.
Vergilt den Eltern, Freunden und Verwandten alles Gute, das sie den Brautleuten bis heute erwiesen haben, und erhalte Ehrfurcht und Liebe zwischen den Generationen.
Schenke allen Menschen den Frieden des Herzens und gib ihnen Mut, für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten.
Hilf denen, die allein oder vereinsamt sind, nicht zu verbittern, sondern aufs neue Gemeinschaft zu suchen.
Zelebrant: Herr, unser Gott, du willst das Glück der Menschen. Dafür preisen wir dich in dieser Stunde und zu allen Zeiten in der Einheit des Heiligen Geistes durch Christus, unseren Herrn.
Alle: Amen.
Fürbitten 2
Zelebrant: Unser Herr Jesus Christus liebt die Menschen und will, dass ihr Leben unter seinem Anspruch und Zuspruch gelingt. Darum bitten wir ihn:
Dass N. und N. ein Leben lang in Liebe und Treue zueinander stehen. Jesus Christus, Heiland der Welt.
Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
Dass sie in Stunden der Einsamkeit oder der Enttäuschung in der gegenseitigen Liebe feststehen oder wieder aufeinander zugehen.
Dass alle Ehepartner sich gegenseitig helfen, dass jeder seine eigenen Fähigkeiten entfalten kann und so das gemeinsame Leben bereichert.
Dass die verheirateten Christen auch außerhalb ihrer Familie im gesellschaftlichen und sozialen Bereich Verantwortung übernehmen.
Dass alle Ehepaare auf den Anspruch und Zuspruch seines Geistes in ihrem Alltagsleben eingehen.
Zelebrant: Allmächtiger Gott, dein Sohn hat gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen. Wir sind ihm gefolgt und haben unsere Bitten ausgesprochen. So haben wir das feste Vertrauen, dass du uns erhörst durch ihn Christus unseren Herrn.
Alle: Amen.
Fürbitten 3
Zelebrant: Im Namen unseres Herrn Jesus Christus versammelt, wenden wir uns voll Vertrauen an unseren Fürsprecher beim Vater im Himmel.
Wir bitten für N. und N., die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, dass sie in der Treue feststehen und in Liebe füreinander da sind.
V.: Herr, erhöre uns.
A.: Erhöre uns, o Herr.
Wir bitten für alle Ehepaare, dass sie die Liebe des anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als Geschenk verstehen.
Wir bitten für die verschiedenen Generationen - für Kinder, Eltern und Großeltern -, dass sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen.
Wir bitten für unsere Gemeinde und die Kirche überall, dass sie Geborgenheit und Hilfe bietet für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden.
Zelebrant: Denn in deinem Kommen, Herr Jesus Christus, hat Gott uns seine Treue erwiesen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Alle: Amen.
Fürbitten 4
Zelebrant: Lasset uns beten:
Für diese Eheleute, dass Gott ihre Liebe heilige und die beiden in unverbrüchlicher Treue erhalte; dass er ihnen Kraft schenke, einander mit Geduld beizustehen und ihre Ehe im Glauben an seine Verheißung zu führen.
V.: Herr, erbarme dich.
A.: Herr, erbarme dich.
Für alle Ehepaare, dass Gott sie in guten und bösen Tagen geleite und in ihrer Arbeit segne; dass er sie vor Kleingläubigkeit und Engherzigkeit bewahre.
Für die Kirche, dass Gott die Einheit in ihr wachsen lasse; dass er allen Christen beistehe, ein Leben treu dem Evangelium zu führen und so der Einheit den Weg zu bereiten.
Für uns, die wir hier versammelt sind, daß Gott uns lehre, die Freiheit und das Gewissen anderer zu achten; daß er den Eheleuten die Kraft gebe, gemeinsam ihre Kinder im christlichen Glauben zu erziehen.
Zelebrant: Darum bitten wir dich, gütiger Gott und Vater, durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn sei dir Ehre und Preis, Lob und Dank in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Alle: Amen.
Fürbitten 5
Zelebrant: Wenn Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken, dann kann das Leben zum Blühen kommen. Dich, der du die Liebe bist, bitten wir:
Guter Gott, N. und N. beschenken sich gegenseitig mit ihrer Liebe. Möge diese Liebe stets von dir begleitet sein.
Guter Gott, viele Menschen haben N. und N. mit ihrer Liebe beschenkt. Wir möchten den Eltern, Geschwistern und Freunden Danke sagen. Lass sie weiterhin für die beiden Lebensbegleiter sein.
Guter Gott, N. und N. versprechen sich an diesem Tag ihre Liebe und Vertrauen. Wir möchten für all diejenigen bitten, die in einer Beziehung leben: lass sie aufrichtig und vertrauensvoll miteinander umgehen.
Guter Gott, wir möchten heute an die Verstorbenen der Familien denken und an alle, die uns nahe standen. Vollende du ihr Leben in deiner Herrlichkeit.
Trausprüche
In manchen Gegenden ist es üblich, dass sich das Brautpaar einen Trauspruch wählt, gleichsam als Motto für das gemeinsame Leben. Zwar ist es nicht notwendig, einen Trauspruch zu haben, aber er kann einem, besonders nach einigen Jahren, neue Impulse geben. Hier einige Vorschläge:
Quelle: Pfarrei Konstanz-Petershausen
Gottesdienstelement | Kommentar / Gestaltungsmöglichkeit |
| Einzug von Brautpaar und Priester vom Hauptportal in die Kirche | Klassisch: Einzug unter festlichem Orgelspiel. Aber auch andere musikalische Gestaltung ist möglich |
| Eingangslied | Ob Sie Lieder aus dem Gotteslob verwenden oder aus anderen Quellen, steht Ihnen frei. Wichtig ist, dass die Lieder bekannt sind und von möglichst vielen mitgesungen werden können... |
| Eröffnung des Gottesdienstes und einführende Worte des Priesters | Wenn Sie sich getrauen, kann auch das Brautpaar die Anwesenden begrüßen und einen Gedanken für den Gottesdienst vortragen. |
| Gebet | |
| Lesung aus der Bibel | Sie können eine Bibelstelle auswählen, die Ihnen gefällt. Sie muss nicht in dieser Auswahlliste stehen. Irgendwer aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis liest den Abschnitt sicher gern vor. |
| Predigt | Je mehr Sie im Vorgespräch von sich erzählen, desto persönlicher wird die Predigt. |
| Lied | Nach der Predigt kann ein Instrumentalstück gespielt oder ein Lied gesungen werden. |
| Fragen an das Brautpaar Segnung der Ringe Vermählungsspruch der Brautleute | Erinnerungsfotos sind schön, aber achten sie darauf, dass nur ein Fotograf vorne steht, und dass dieser ruhig steht! Sonst konzentrieren Sie sich mehr auf ihn, als auf den Partner / die Partnerin. |
| Bestätigung der Trauung durch den Priester Segnung des Brautpaares Musik | Nach der Trauung wird oft ein Instrumentalstück gespielt oder ein Lied gesungen. |
| Fürbitten | Auch hier wieder viel Gestaltungsspielraum: sie können eines der Modelle auswählen oder selber Fürbitten schreiben oder - ganz geschickt - Sie beauftragen Freunde damit. |
| Vater unser Gebet | |
| Segen | auch hier wieder Auswahl |
| Schlusslied | s.o. |
| Entlassung | Hier wäre auch noch Platz für ein Dankeswort der frisch Vermählten. |
| Auszug | Orgelstück oder andere Musik |

